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Gemeindechronik von Weppersdorf
Mittelalter und frühe Neuzeit
Das Gebiet von Weppersdorf und Umgebung wurde bereits 860 n. Chr. als Besitz der Grafen Ratpot und Richari, die vom Salzburger Erzbischof mit der Kultivierung und Besiedelung dieses Gebietes betraut wurden, genannt.
Im Jahre 1222 erließ der Ungarnkönig Andreas II. eine Schenkungsurkunde. Darin finden wir auch die erste urkundliche Erwähnung des Namens Weppersdorf, nämlich "Wepur". Der Name "Wepur" kommt aus dem slawischen und bedeutet soviel wie "Eber", auch die ungarische Form "Veperd" läßt sich daraus ableiten.
Aus der Urkunde König Andreas' II. geht hervor, dass einem gewissen Getreuen "Po(u)sa" für dessen Hilfe bei der Befreiung des Königs aus griechischer Gefangenschaft die benachbarten Besitzungen Weppersdorf (Wepur) und Lackenbach geschenkt wurden. Vor dieser Schenkung an den Getreuen "Pousa" gehörte das Gebiet um Weppersdorf wahrscheinlich einem Grafen Nikolaus. Auch geht aus dieser Urkunde hervor, dass Weppersdorf der alten St. Peterspfarre in Oberpetersdorf (Peternimiti) unterstellt wurde. Der Ort schied jedoch als selbständige Pfarre vor dem 13. Jhdt. aus.
In einer Urkunde des Kapitels Vasvár (Eisenburg) aus dem Jahre 1377 scheint Weppersdorf als Mautstelle auf, da sich hier wichtige Verkehrs- und Handelswege vereinten.
Seit dem Jahre 1463 gehört Weppersdorf herrschaftlich und in der Gerichtsbarkeit zu Kobersdorf.
Im Jahre 1531 wird in einer Urkunde der Name "Mezverem" (dt. "Kalichgrueben") genannt, das heutige Kalkgruben.
Tschurndorf scheint erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1572 als eine Gründung des damaligen Burgherren von Kobersdorf, Hans Tschuramb (ung.: Csoron) auf. Historiker vermuten jedoch, dass diese Ansiedlung von 25 kroatischen und 2 deutschen Bauern durch Tschuramb lediglich eine Wiederbesiedelung eines Jahrhunderte vorher zugrundegegangenen und bereits um 1225 gegründeten Dorfes darstellt. Auch weist vieles darauf hin, dass um 1150 durch die deutschen Güssinger Grafen Wolfger und Hederich eine Burg in Tschurndorf erbaut wurde.
Im 16. Jhdt. war der Ort Weppersdorf Teil der Herrschaft Kobersdorf, die von der Familie der Weißpriach - sie nannten sich Grafen von Kobersdorf - regiert wurde.
Das Herzstück der Herrschaft war das glanzvolle Schloss Kobersdorf, ursprünglich zwischen 1222 und 1229 als Wasserburg angelegt, baute es Hanß von Weißpriach jedoch als mächtiges Renaissanceschloss mit Wassergraben aus.
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