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Gemeindechronik von Weppersdorf

Von der Zeit Maria Theresias bis zu den Napoleonischen Kriegen

Maria Theresia erließ im Jahre 1767 ein einheitliches Urbar, das so genannte Urbarialpatent für Ungarn. Dieses Urbarialpatent ordnete die Einführung eines einheitlichen Urbars an und milderte gleichzeitig soziale Härten, unter denen die Bauern des ausgehenden 18. Jhdts. litten. Die Größe der Lehen (Besitzungen) und die sich daraus ergebenden Abgaben wurden nun genau festgelegt. Auch für Weppersdorf ist ein solches Urbar aus dem Jahr 1767 erhalten.

Im Jahr 1761 rügte Joseph Charl Graf Herbeviller, der Bevollmächtigte des Kobersdorfer Grundherrn, die Gemeinde Weppersdorf. Es ging um den Bau eines eigenen Wirtshauses - eines Gemeindegasthauses. Am 5. Dzember 1761 kaufte die Gemeinde dem Michael Thorner (Dorner) seine 2/4 Lehen-Behausung für 140 Gulden ab. Mehr als 200 Jahre lang stand auf diesem Grund das Gemeindegasthaus, das um 1900 in den alleinigen Besitz der evangelischen Pfarrgemeinde kam, der Dorfbevölkerung offen. 40 Jahre später, im Jahre 1800, verkaufte Barbara Beilheim "ihre in Weppersdorf besitzende 2/4 Lehen-Behausung per Vierhundert Gulden". Diese Behausung wurde zu einem Herrschaftsgasthaus umgebaut. Heute befindet sich dort das Dorfgasthaus Berlakovich.

Auf dem Weg nach Wien machten auch napoleonische Truppen im Jahre 1809 in der Herrschaft Kobersdorf halt. Die Bevölkerung von Weppersdorf bekam von der Herrschaft in Kobersdorf die Anweisung, für Futter und Proviant zu sorgen. Jeder Ortsbewohner musste Abgaben leisten. Weppersdorf hatte eine Wehrkirche, die in dieser Zeit der Bevölkerung als Zuflucht vor den marodierenden Franzosen diente. Laut Überlieferung wurden 234 Franzosen im Kampf getötet und im Bereich des katholischen Pfarrhofes in einem Massengrab bestattet. Auch von Tschurndorf wird berichtet, dass zur Zeit des Franzosenkrieges 1809 der linke Ortsteil bis auf die Hälfte abbrannte.

Im Jahre 1830/31 wütete die Cholera in Weppersdorf und Umgebung und raffte einen Großteil der Bevölkerung hinweg. Die Bewohner des unteren Ortsteiles durften mit den Choleratoten nicht durch den oberen Ortsteil zum Friedhof, sondern mussten diese im Bereich der heutigen evangelischen Kirche begraben.

 
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Hauptstrasse 104
7331 Weppersdorf

Tel 02618/22 81
Fax 02618/22 81 75
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