Waren Anhänger des Christentums im Imperium Romanum ursprünglich noch verfolgt und in den römischen Arenen grausam getötet worden, erklärte Kaiser Theodosius 380 n.Chr. das Christentum zur Staatsreligion und in der römischen Provinz Pannonien entwickelte sich sehr bald - insbesondere in Savaria (Steinamanger/heute Szombathely) - reges christliches Leben.
Zwar verschwanden diese ersten Spuren des Christentums während der nachfolgenden Zeit der Völkerwanderung wieder weitgehend, aber mit dem Einsetzen der bajuwarischen Besiedlung nach Zerschlagung des Awarenreiches durch Kaiser Karl dem Großen um 795 n.Chr. begann von Salzburg und Passau ausgehend eine Missionierung dieses Gebietes.
Nach Landnahme, Sesshaftwerdung und Bekehrung zum Christentum durch das asiatische Reitervolk der Magyaren in den folgenden zwei Jahrhunderten war es insbesondere deren erster ungarischer König Stephan der Heilige, der neben einer politischen Stabilisierung ab dem Jahr 1009 auch mit dem Aufbau von Organisationsstrukturen der katholischen Kirche durch Gründung von Erzbistümern und Diözesen begann.
Die Erzdiözese Esztergom blieb kirchlich bis zur Gebietsabtrennung Deutschwestungarns und Gründung einer Apostolischen Administratur Burgenland im Jahr 1922 für die römisch-katholischen Pfarrgemeinden des Mittelburgenlandes zuständig. Die eigenständige Diözese Eisenstadt entstand erst 1960.
Im Raum des heutigen Oberpullendorfer Bezirkes wird die Entwicklung von Pfarren spätestens ab dem 12. Jahrhundert angenommen, wobei die bereits bestehenden Dörfer der Herrschaft Kobersdorf zur Pfarre Weppersdorf gehörten.
Da der spätere Grundherr Hans von Weisspriach ein eifriger Anhänger der Lehre Luthers war, katholische Pfarrer vertrieb und durch lutherische Prediger ersetzte, wurden dessen Untertanen ab ca. 1540 nach dem Rechtsgrundsatz „Wes das Land, des der Glaube“ protestantisch.
Tschurndorf wurde erst einige Jahre später, zwischen 1569 und 1572 durch den Herrschaftsnachfolger János Csóron (Johann Tschuramb) mit der Ansiedlung kroatischer Familien gegründet. Dieser war zwar ebenfalls protestantisch gesinnt, aber wesentlich toleranter als sein Schwiegervater Weisspriach, sodass die neu angesiedelten Kroaten ihrem katholischen Glauben treu bleiben konnten.
Sie gehörten zwar zur protestantischen Herrschaft Kobersdorf, waren aber gemeinsam mit den ebenfalls neugegründeten katholisch-kroatischen Dörfern Lindgraben und Neudorf der zur Herrschaft Landsee gehörenden Pfarre St. Martin angeschlossen.
1647 lebten in „Csurendor “ 27 Bauernfamilien, die alle katholisch waren. Mit dem späteren Grundherrn Franz II. Kéry setzte die Gegenreformation auch in der Herrschaft Kobersdorf ein. Ein Teil der Untertanen kehrte zum Katholizismus zurück, ein anderer bekannte sich nach dem Toleranzpatent Kaiser Josephs II. im Jahr 1781 zum Protestantismus.
Seit damals ist Tschurndorf ein gemischt-konfessioneller Ort mit einer Mehrheit an römisch-katholischen Christen, die heute zur Pfarre Weppersdorf und mit dieser, gemeinsam mit der Pfarre Kobersdorf und Lackenbach, überregional zum Pfarrverband „Heiliger Nikolaus“ gehören.
Im Jahr 1911 errichtete die „r.k. Cultusgemeinde Csóronfalva“ ein Steinkreuz als Ort für Gebete, Andachten und Prozessionen. Für das tägliche Geläute gab es bis zum Anschluss des Burgenlandes an Österreich im Jahr 1921 einen hölzernen „Glockenstuhl“, der von beiden Konfessionen genutzt wurde.
Danach wurde ein eigener, gemauerter r.k. Glockenturm errichtet. Dieser wurde abgerissen, als im September 1952 mit der Genehmigung zum Bau einer eigenen kleinen Filialkirche ein langersehnter Wunsch der katholischen Ortsbevölkerung in Erfüllung ging.
Am 5. Oktober 1952 erfolgte die Grundsteinlegung und weniger als ein Jahr später, am 6. September 1953, konnte nach großen Opfern und reger Mitarbeit der Gläubigen die neue Kirche „zu Ehren des heiligsten Herzens Mariä“ feierlich geweiht werden.