Sechs Informationstafeln sollen am Dorfplatz zu folgenden regions- bzw. ortsspezifischen historisch-kulturellen (teilweise bisher unbekannten) Besonderheiten aufgestellt werden:
- Keltisch-römisch-mittelalterliche Eisengewinnung
- Jahrhundertelanger Kalkabbau durch die Herrschaft Kobersdorf
- Ortsgründung und Ortsname
- Verkehrserschließung nach 1921 (Nicht realisiertes Eisenbahnprojekt im Mittelburgenland)
- Strukturwandel in der Landwirtschaft
- Leben und künstlerisches Schaffen von Prof. Marijan Matijevic in Tschurndorf
Der auf jeder Informationstafel befindliche QR-Code ermöglicht interessierten Ortsbewohnern (vor allem auch der Jugend durch digitale Verfügbarkeit) und Gästen eine rasche und zeitgemäße inhaltliche Vertiefung der einzelnen Themen. Zudem bietet der QR-Code die erweiterte Möglichkeit, Informationen z.B. auch in den burgenländischen Volksgruppensprachen oder in Fremdsprachen (Englisch) zur Verfügung zu stellen.
AUSGANGSLAGE
Seit Präsentation der Ortschronik anlässlich des 450-Jahr-Jubiläums der ersten urkundlichen Erwähnung von Tschurndorf besteht großes Interesse der Ortsbevölkerung an regional- und orts-spezifischen historisch-kulturellen Themen. Dies beweisen auch die vom örtlichen Kulturverein 18er-Haus jährlich veranstalteten und sehr gut besuchten diesbezüglichen Vorträge des Autors der Orts-chronik, Dr. Walter Degendorfer. Auch die Aufstellung von themenspezifischen Informationstafeln wurde wiederholt angeregt.
ZIELSETZUNG
Niederschwellige Information über regional- bzw. ortsspezifische historisch-kulturelle Besonderheiten mit der Möglichkeit der inhaltlichen Vertiefung durch QR-Codes durch die Leser*innen sowie Aktualisierung und Vernetzung für die Marktgemeinde Weppersdorf. Die Informationstafeln richten sich an die Zielgruppe Ortsbevölkerung einerseits und interessierte Radtouristen andererseits, für welche die Informationstafeln eine zusätzliche Attraktivität der drei vorbeiführenden Radwege bewirken sollen.
Nicht zuletzt sollen diese Informationstafeln die interessierten Leser*innen neugierig machen bzw. dazu einladen, selbst „weiter zu graben“ und die Ortsgeschichte oder die eigene Familiengeschichte weiter zu erforschen. Gerade aktuell besorgniserregenden politischen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen sowie gesellschaftlichen Polarisierungen in unserer globalisierten Welt machen die zunehmende Bedeutung von Regionalität und Identitätsbildung durch Finden der eigenen Geschichte und Wurzeln sichtbar.